Ein Neurochirurg ist der ausgewiesene Experte für Erkrankungen des Nervensystems – und damit der richtige Ansprechpartner für viele Beschwerden, die Rückenschmerzen, Taubheitsgefühle, Muskelschwäche oder Ausstrahlungsschmerzen verursachen. Besonders bei Erkrankungen der Wirbelsäule, bei denen Nervenstrukturen beteiligt sind, ist die Expertise eines Neurochirurgen entscheidend.
Während viele Patienten automatisch zuerst einen Orthopäden aufsuchen, benötigen bestimmte Befunde eine spezialisierte neurologisch-neurochirurgische Beurteilung, um Folgeschäden und unnötige Operationen zu vermeiden.
Sowohl Orthopäden als auch Neurochirurgen beschäftigen sich mit der Wirbelsäule – jedoch mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Eine klare Abgrenzung hilft Patienten zu verstehen, warum die Vorstellung beim Neurochirurgen oft sinnvoll ist.
Facharzt für Knochen, Gelenke, Muskeln
Der Orthopäde ist spezialisiert auf:
Orthopäden behandeln strukturelle/mechanische Beschwerden, die nicht primär vom Nervensystem ausgehen.
Facharzt für Nerven, Rückenmark & Wirbelsäule
Ein Neurochirurg hat eine hochspezialisierte Ausbildung in:
Neurochirurgen diagnostizieren präzise, ob Nerven gequetscht, gereizt oder gefährdet sind – und entscheiden, ob konservative Therapie oder Operation notwendig ist.
Eine Vorstellung beim Neurochirurgen ist besonders wichtig bei:
Bandscheibenvorfall mit Ausstrahlung in Arme oder Beine
Spinalkanalstenose (enge Wirbelsäule)
Nervenschmerzen (Ischias, Brachialgie)
Taubheitsgefühlen oder Kribbeln
Muskelschwäche in Armen oder Beinen
plötzlich auftretenden Lähmungen
Harn- oder Stuhlentleerungsstörungen
Verdacht auf Wirbelkörperfraktur
anhaltenden Rückenschmerzen trotz Therapie
postoperativen Beschwerden nach Wirbelsäulen-Operation
Schmerzen im ISG oder Facettengelenk
diagnostischer Unsicherheit beim MRT/CT
Hier beurteilt der Neurochirurg, ob eine Nervenkompression vorliegt, wie schwer sie ist und welche Therapie (konservativ/minimal-invasiv) am sinnvollsten ist.
Nerven reagieren sensibel – falsch behandelte Nervenschmerzen können dauerhafte Schäden verursachen. Neurochirurgen erkennen diese Risiken frühzeitig.
Neurochirurgen analysieren MRT/CT-Bilder mit Schwerpunkt auf neurologischen Strukturen.
Moderne Neurochirurgie setzt nicht sofort auf OP:
→ konservative Therapie, PRT, Infiltrationen, Laser,
Stoßwelle etc.
→ nur bei neurologischen Ausfällen operiert man gezielt.
Wenn eine Operation nötig ist, sind Neurochirurgen besonders spezialisiert auf:
Viele Rückenschmerzen sind nicht nur orthopädisch, sondern neurologisch bedingt.
Spezialisierung auf Wirbelsäulen- & Nervenerkrankungen
modernste Diagnostik: MRT/CT-Befundung, DXA-Messung, Bildwandler
konservative Therapie statt unnötiger OPs
Laser, Stoßwelle, PRT, Facetten-/ISG-Infiltrationen
ausführliche Beratung und individuelle Therapieplanung